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Überblick über diese Seite

Mut zum Reflektieren
Blitzlicht
Blitzlicht mit Hilfsfragen
Blitzlicht mit Sonne und Wolke
Schreibgespräch
Fragebogen
A bis Z
Körpersprachen-Männchen
Spielbrett
Satzanfänge vervollständigen
Plakate
Tuch legen
Telefongespräch führen
Handpuppe
Bild malen
Ideenmix Reflexion

Mut zum Reflektieren

Reflexion ist wichtig. Und sie ist für viele Menschen schwierig. Angst, Farbe zu bekennen steckt dahinter oder Angst, verletzt zu werden. Auch das Umschalten von Erleben auf Reflektieren fällt manchen schwer. Vielleicht hilft diese Liste dabei, Reflektieren als Bereicherung zu sehen.

  • Reflexion bedeutet Verarbeiten
    Wer mit Gruppen Zeit verbringt, wird viel erleben. Wenn wir uns Zeit für einen Rückblick nehmen, kann das Erlebte und Erfahrene gut verarbeitet werde, zur Erinnerung werden, reifen und etwas in uns bewirken.
  • Reflexion bedeutet Ordnen
    Mittendrin in einem Gruppenprozeß haben wir nicht immer den nötigen Abstand zum Geschehen. Das Thema gerät aus dem Blick, es gibt Streit oder andere Störungen. Dann müssen wir innehalten und sortieren, was gewesen ist. Erst dann können wir sinnvoll weiterarbeiten.
  • Reflexion bedeutet Loben
    Was war gut? Was war hilfreich? Bei der Auswertung schauen wir auf Gutes und Wertvolles, weil es uns weiterbringt. Es tut einfach gut, einmal zu hören, wo etwas gelungen ist.
  • Reflexion bedeutet Verändern
    Störungen führen zu Unzufriedenheit, Ärger und Enttäuschung. Auch auf den ersten Blick Negatives sollte in einer Reflexion angesprochen werden. Nur dann kann die Gruppe gemeinsam etwas verändern, zum Beispiel das Programm den Bedürfnissen der Teilnehmer angepassen. Dabei realistisch bleiben!
  • Reflexion bedeutet Mitbestimmen
    Kinder und Jugendliche haben alle unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Wenn wir sie beachten und wenn jeder seine Wünsche und Fragen ansprechen darf, sind alle motivierter und engagierter dabei.
  • Reflexion bedeutet Lernen
    Die Leiter, die mit ihren Gruppenmitgliedern regelmäßig reflektieren, lernen dadurch enorm viel, auch über sich selber. Sie müssen allerdings bereit sein, Kritik zuzulassen. Sie lernen, wo ihre Stärken und auch ihre Schwächen liegen, sie lernen Kritik anzunehmen und auch selbst konstruktive Kritik zu üben.
Reflexionen brauchen nicht nur am Ende einer Freizeit stattzufinden. Auch zwischendurch ist eine Reflexion zur Kurskorrektur sinnvoll. Reflektieren muß nicht heißen: „Wir setzen uns alle in den Kreis und brüten über der Frage: Wie gehts uns denn heute so?“ Reflexionen können ruhig etwas spielerischer auftauchen. Hier sind einige Ideen.

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Blitzlicht
  • Alter: ab 10
  • Phase: zwischendurch, bei Störungen, am Schluß
  • Material: keines
Die klassische Methode, die eine eher emotionale Momentaufnahme abgibt. Ein Blitzlicht eignet sich bei Störungen und als Zwischenauswertung. Der Reihe nach sagt jeder, wie es ihm gerade geht und wie seine Stimmung ist. Dabei gibt es drei Regeln: 1. Nichts wird kommentiert und diskutiert. 2. Wer nichts sagen will, gibt das Wort weiter. 3. Jeder faßt sich kurz, das Ganze soll blitzlichtartig sein. Die Methode verführt manche, kein Ende zu finden. Dann auf Regel 3 hinweisen.
  • Beispiel: „Ich fühle mich wohl hier, und ich freue mich, daß wir genug Pausen machen.“

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Blitzlicht mit Hilfsfragen
  • Alter: ab 10
  • Phase: zwischendurch, bei Störungen, am Schluß
  • Material: keins, eventuell Fragen anschreiben
Oft ist es gut, die Reflexion mit Fragen oder Stichworten zu gliedern. Die Aufteilung in drei Runden hat sich bewährt. „Ich“, „Wir“ und „Thema“ könnten Merkmale sein oder auch „Gruppe“, „Programm“, „Umgebung“. Denkbar sind drei Runden oder eine, in der jeder zu allen Punkten etwas sagen kann. Das Ganze sollte dann ähnlich wie im Blitzlicht geschehen.
  • Beispiel: „Zur Gruppe fällt mir ein, daß es hier ein paar Leute gibt, die unser Thema nicht ernst nehmen. Und das wirkt sich auf die ganze Stimmung aus. Ich wünsche mir, daß die sich mit ihren Kommentaren etwas zurückhalten, damit die, die gerne hier sind, nicht davon angesteckt werden. “

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Blitzlicht mit Sonne und Wolke
  • Alter: ab 8
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: Papp-Sonne und -Wolke auf Stab
Jüngere Kinder brauchen beim Blitzlicht eine Hilfe zur Gliederung ihres Redebeitrages. Man kann zwei Symbole verwenden, die derjenige in der Hand hält, der grad dran ist. Einfach ist eine Sonne und eine Gewitterwolke zu malen, die man auf einen Stock klebt. Jeder beginnt mit der Sonne, hält sie hoch, und sagt, was ihm gut gefallen hat, fröhlich stimmt, glücklich macht. Zur Wolke können Ärger und schlechte Erinnerungen genannt werden. Dann gibt man beide Symbole an den Nachbarn weiter. Das Ganze sollte ähnlich wie im Blitzlicht geschehen. Die Methode verführt allerdings ein wenig zur Schwarz-Weiß-Malerei.
  • Beispiel: „Hier ist die Sonne. Ich habe mich über das Kreisspiel gefreut, das möchte ich gerne nochmal machen. Hier die Wolke: Ich fand das nicht so schön, daß sich einige immer gestritten haben. Ich wünsche mir, das es keinen Streit mehr gibt.“

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Schreibgespräch
  • Alter: ab 8
  • Phase: am Schluß
  • Material: Plakate, Stifte für jeden Teilnehmer, Tische
Auf verschiedenen Plakaten finden sich Stichwörter wie „Gruppe“, „Programm“, „Essen“. Jedes Plakat liegt auf einem eigenen Tisch. Die Teilnehmer haben jeder einen Stift in der Hand und können sich schriftlich auf den Plakaten äußern. Das Ganze läuft ohne Sprechen ab. Vorteil der Methode: Die Leitung kann nachher alles nochmal nachlesen. Gegenseitige Interaktionen sind möglich.
  • Beispiele: „ Ich finde die Leiter sehr verständnisvoll.“ „ Leckeres Essen“ „Mehr zum Thema Ziele machen!“

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Fragebogen
  • Alter: ab 10
  • Phase: am Schluß
  • Material: Fragebögen, Stift für jeden Teilnehmer
Jeder Teilnehmer füllt einen Fragebogen aus. Dabei sollte das jeder für sich selber in Ruhe tun können. Notfalls kann man sich auf den Boden setzen und die Stühle als Tische benutzen. Die Fragebögen können direkte Fragen zum Beantworten in Sätzen beinhalten, oder auch Fragen, bei denen man Smileys ankreuzt. Der Fragebogen kann anonym sein oder mit Namen, nur sollte das vor dem Ausfüllen bekannt sein.
  • Beispiele für Fragen: „Was kann man an der Aufteilung des Tages verbessern?“ „Smiley-Skala: Wie hast Du Dich hier gefühlt?“ „Beschreibe bitte kurz das Leiterteam!“

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A bis Z
  • Alter: ab 12
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: Papier, Stift für jeden Teilnehmer
Jeder Teilnehmer bekommt ein Blatt Papier und soll anhand der Buchstaben des Alphabetes seine Eindrücke, Gefühle oder Stimmung notieren. Zu möglichst jedem Buchstaben soll ein Wort mit dem passenden Anfangsbuchstaben gefunden werden. Die Zettel werden ausgehängt oder jeder liest drei Beispiele vor.
  • Beispiel: „A wie aufgeregt, B wie berührt von den Abendrunden, C wie chaotisch war es nie“

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Körpersprachen-Männchen
  • Alter: ab 15
  • Phase: zwischendurch
  • Material: Arbeitsblätter, Stift für jeden Teilnehmer
Die Teilnehmer bekommen ein Arbeitsblatt mit einem Männchen, bei dem bei einzelnen Körperteilen Stichworte und Leerzeilen eingefügt sind. Jeder füllt das Blatt alleine aus.
  • Beispiele: „Kopf: Das geht mir durch den Kopf...“ „Haare: Davon stehen mir die Haare zu Berge...“ „Haut: Das ging mir unter die Haut...“ „Füße: Da wäre ich am liebsten weggelaufen...“ „Herz: Da ist mein Herz aufgegangen...“ „Nieren: Das ging mir an die Nieren...“ „Knie: Da hab ich weiche Knie bekommen...“ „Magen: Das ist mir auf den Magen geschlagen...“ „Hand: Das nehme ich als nächstes in die Hand...“

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Spielbrett
  • Alter: ab 10
  • Phase: zwischendurch, nach einer thematischen Einheit
  • Material: Spielbrett mit Frage- und Ereignisfeldern, Würfel, Spielfiguren
Eine Reflexion kann mit Hilfe eines Spielbretts stattfinden. Dabei ist ein Weg mit Feldern aufgezeichnet, der von Ereignis- und Fragefeldern unterbrochen wird. Reihum wird gewürfelt, gezogen und die Fragen werden beantwortet. Diese Methode eignet sich bei vielen thematischen Programmpunkten, weil sie leicht auf die Gruppe zugeschnitten werden kann. Der Weg zum Ziel darf nicht zu lang sein.
  • Beispiele für Fragen: „Wie beurteilst du das Verhältnis zwischen Programm und Freizeit?“ „Was wünschst Du Dir für die letzten Kurstage?“ „Was hat Dir bisher im Programm gefehlt?“

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Satzanfänge vervollständigen
  • Alter: ab 10
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material:
Jeder vervollständigt vorgegebene Satzanfänge. Das Ganze kann ähnlich wie im Blitzlicht geschehen. Jeder Satzanfang kann eine neue Runde einläuten.
  • Beispiele für Satzanfänge: „Ich freue mich, daß...“ „Ich war aufgeregt, als...“ „Ich habe mich geärgert, als...“ „Mir war langweilig, als...“ „Ich war enttäuscht über...“

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Plakate
  • Alter: ab 8
  • Phase: am Schluß
  • Material: Plakate, Klebepunkte oder Stifte
Am Ende einer Freizeit kann das Programm geordnet nach Bereichen auf verschiedene Plakate geschrieben werden. Die Teilnehmer können Striche machen für besonders gelungene Programmpunkte, oder sie verteilen Klebepunkte.

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Tuch legen
  • Alter: ab 12
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: ein leicht gestärktes Tuch für jeden
Die Methode eignet sich als Zwischenauswertung oder am Tagesende. Alle sitzen im Kreis. Jeder bekommt ein Tuch in die Hand und hat die Aufgabe, es so vor sich hinzulegen, aufzubauen, zu falten oder zu knüllen, wie es seiner Stimmung entspricht oder wie der Tag für ihn abgelaufen ist. In einer Runde sagt jeder kurz etwas zu seinem Tuch.
  • Beispiel: „Mein Tuch liegt schlapp auf dem Boden. Mittags bin ich nicht so fit, das liegt vor allem an den langen Vorträgen, die viel Konzentration fordern.“

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Symbol suchen
  • Alter: ab 14
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: jeder bringt einen Gegenstand mit
Eine Methode für alle Gelegenheiten. Jeder sucht sich einen Gegenstand, der für ihn symbolisiert, wie es ihm ergangen ist. In einer Runde zeigt jeder seinen Gegenstand und sagt kurz etwas zu ihm.
  • Beispiel: „Ich habe diese Glühbirne hier mitgebracht, weil mir heute morgen ein Licht aufgegangen ist, als wir über die Geschichte gesprochen haben. Das wird mich sehr weiterbringen.“

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Telefongespräch führen
  • Alter: ab 12
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: ein Telefon
Die Telefon-Reflexion eignet sich als Zwischen- und Endauswertung. Alle sitzen im Kreis. Es geht ein Telefon oder Handy herum. Jeder spricht in den Hörer so, als ob er mit jemanden über das Geschehen in der Gruppenstunde redet.
  • Beispiel: „Hallo Hubi! Ich bin hier auf einem Seminar, mir gehts super. Das Essen ist zwar entsetzlich, aber die Gruppe ist total okay und wir haben heute mit unserer Kleingruppe ein rohes Ei aus dem ersten Stock geworfen. Das ist heil geblieben, weil wir zusammen eine super Maschine gebaut haben. Ich kann mich hier echt auf die anderen verlassen. Ich muß Schluß machen. Bis morgen dann, machs gut, Alter!“

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Handpuppe
  • Alter: ab 15
  • Phase: zwischendurch, am Schluß
  • Material: eine Handpuppe
Eine Methode eher für ältere Jugendliche, die bei Kindern schnell ins Alberne abgleitet. Reihum wandert eine Handpuppe. Jeder erweckt die Puppe zum Leben und läßt sie erzählen, wie es ihm heute ergangen ist.
  • Beispiel: „Ich hatte heute einen doofen Tag. Ich hab mir so gewünscht, wir würden bei dem schönen Wetter nach draußen gehen, aber wir waren die ganze Zeit im Haus. Morgen ist bestimmt wieder schönes Wetter, da will ich unbedingt mit Ulli an den Fluß. “

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Bild malen
  • Alter: ab 12
  • Phase: zwischendurch, bei Störungen
  • Material: Papier, bunte Wachsmalstifte oder Filzstifte
Diese Methode hängt stark von der Kreativität und der Bereitschaft jedes Einzelnen ab, sich darauf einzulassen. Jeder malt ein Bild, das seiner gegenwärtigen Verfassung entspricht. Die Bilder werden einander vorgestellt. Fragen und Anmerkungen der anderen sind möglich.
  • Beispiel: „Mein Bild ist ziemlich chaotisch. Hier sind so wilde Kringel in der Ecke. Mir hat heute vormittag der Kopf gebrummt, und ich hab auch das Referat nicht richtig verstanden. Nachmittags die Kleingruppen fand ich besser, und unser Ergebnis mit den Fotos hat mir gefallen. Da hab ich hier diese grüne Kamera für gemalt. Und der Teller hier in der Ecke bedeutet, daß mir das Essen super schmeckt. “

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Ideenmix Reflexion

Keine fertigen Programmpunkte, aber ein Brainstorming als Anregung:

Ampelreflexion, Anonymer Briefkasten, Ball zuwerfen, Brief an einen Freund, Daumenauswertung, Ein- bis Zehn-Fingerwertung, Feder & Stein, Fieberthermometer, Fünffingerreflexion, Gefühlsdiagramm, Körperhaltung, Moderationskarten schreiben, Schatzkiste & Mülleimer, Smileys, Sprechstein, Thermometer, Zielscheibe

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„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“
Wilhelm von Humboldt (1767–1835)

„Sei jedem Abschied voraus.“
Rainer Maria Rilke (1875–1926)

„Klug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, / doch klüger, wer zu gehen weiß, wann es frommt.“
Emanuel Geibel (1815–1884)

Ja, in der Tat: Reflexion schreibt sich mit X. Das Wort wurde aus dem französischen réflexion entlehnt, das wiederum aus dem lateinischen reflexio kommt, das Zurückbeugung und Zurückwendung bezeichnet.
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