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Einführung: Kurzfilme mit Jugendlichen ansehen
Mister Pascal
Grasshoppers
Frontière
Balance
Selbstbedienung
Ernst und das Licht
Herr im Haus
Leben in einer Schachtel
In and Out
Das Ereignis
Quest
Drop
Silent love
Bitte nicht füttern
Bob's Birthday
Die Kiste
Martin, der Schuster
Dance Lexie Dance

Einführung: Kurzfilme mit Jugendlichen ansehen

Mehr als normale Spielfilme haben Kurzfilme oft den Anspruch, künstlerischer zu sein, mehrschichtiger und bedeutungsdichter. In der Jugendarbeit können sie ebenso Einstieg in ein Thema sein, oder auch eine Einheit abschließen. Sie können Anlaß zum Diskutieren sein und zum Enträtseln der Chiffren reizen. Durch ihre Kürze eignen sich Kurzfilme gut, um ein Thema noch in derselben Einheit zu vertiefen. Als Anregung finden sich dennoch nach einer kurzen Inhaltsbeschreibung (Vorsicht: Spoiler!) einige Fragen und Anregungen für den Umgang in der Gruppe oder Klasse damit.

  • Keine Filme mit Gruppen ansehen, die man selbst noch nicht gesehen hat.
  • Beobachtungsaufgaben, die schon vor dem Filmstart gestellt werden, sind möglich. Bei Kurzfilmen ist meist aber ein normales erstes Anschauen besser. Eine Beobachtungs-Fragestellung sollte dann besser für ein zweites Anschauen gestellt werden.
  • Nach dem ersten Ansehen mit der Gruppe sollte Raum für spontane Äußerungen sein. Nicht gleich die Diskussion mit Fragen lenken! Auch ein Brainstorming mit Hilfe eines Schreibgespräches oder Ähnlichem ist möglich.
  • Die nähere Besprechung kann allgemein in drei Schritten erfolgen: a) Was haben wir gesehen? b) Was könnte das bedeuten? c) Was bedeutet das für uns/mich?
  • Filme können unterbrochen werden, gemeinsam kann der weitere Verlauf vermutet werden.
  • Die Vorführrechte beachten. Manche Filme von kirchlichen oder städtischen Verleihstellen sind „V+Ö“ gekennzeichnet, also für eine nichtgewerbliche öffentliche Vorführung freigegeben. Ist das nicht der Fall, und ist die Vorführung öffentlich, müßt ihr diese entsprechend anmelden . Eine Flatrate für einen Träger kostet rund 200 € jährlich, dann können unbegrenzt Filme gezeigt werden, ohne Besucherbegrenzung, allerdings auch ohne für die Aufführung werben zu dürfen.

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„Mister Pascal“: Das österliche Fest
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Art: Zeichentrick. Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 7 Minuten
  • Produktion: Großbritannien 1979
  • Stichworte: Ostern, Auferstehung, Hoffnung, Jesus, Solidarität, Außenseiter, Bibel
Mister Pascal ist ein alter Schumacher, der vor einer Kirche auf einer Bank sitzt. Als ein Liebespaar vorbeikommt, denkt er an sein vergangenes glückliches Leben zurück. Beim Nachdenken fällt sein Blick auf ein Kruzifix an der Kirchhofsmauer. Er nimmt den Korpus vom Kreuz ab, verbindet seine Wunden und zündet ein Feuer an. Jesus wird lebendig, zum Feiern gesellen sich Jugendliche, Kranke, Randständige und Heilige dazu. Sie feiern und tanzen, Jesus heilt. Mr. Pascal schläft auf der Bank ein. Am nächsten morgen beseitigen Männer die Spuren der Nacht, pflanzen einen Baum in der Asche des Lagerfeuers, der sofort erblüht, und fliegen als Engel fort.
  • Erkläre den Filmtitel!
  • Beschreibe die Menschen, die um das Feuer versammelt sind!

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„Grasshoppers“: Die nicht endende Gewalt
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 9 Minuten
  • Produktion: Italien 1990
  • Stichworte: Gewalt, Krieg, Zusammenleben, Zivilisation

In collagenartigen Szenen zeigt der Film, wie sich im Laufe der Geschichte die Menschen immer wieder gegenseitig umbringen: Steinzeitmenschen kloppen sich ums warme Feuer. Bei den Ägyptern bekommen sich die Pharaonen in die Wolle, bei den Griechen entsteht aus der Liebe ein Krieg. Die Römer plündern und werden von den Germanen niedergemetzelt. Im Mittelalter nehmen sich diverse Könige gegenseitig die Herrschaft, Ketzerverbrennung, Kreuzzüge, Chinesische Mauer, Mongolen, Atzteken, Eroberung Amerikas, Französische Revolution, Unabhängigskeitskriege, Weltkriege, Vietnamkrieg, Naher Osten, Israelkonflikt, Kukluxklan, Mafia... In immer schneller werdendem Tempo vernichten sich dieMenschen gegenseitig. Zwischendurch wächst immer wieder Gras über die Sache, um das Bienen und Grashüpfer schwirren.

  • Der Film läßt offen, ob diese Entwicklung einmal ein Ende haben wird. Was meinst Du dazu?

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„Frontière“: Die hohen Mauern
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Animationsfilm, Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 5 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1997
  • Stichworte: Gewalt, Aggression, Fremdenfeindlichkeit, Krieg, Kultur, Zusammenleben, Vereinsamung, Freiheit, Grenzen, Angst

Zwei Knetmännchen treffen sich in der Wüste. Zunächst besteht Ratlosigkeit gegenüber dem jeweils Fremden. Auf das erste Rempeln folgt das Schlagen. Es beginnt ein wahnwitziger Mauerbau, am Ende Mauert sich jeder ein. Die Totale am Schluß zeigt, daß die ganze Welt mit Mauern übersät ist.

  • Im Rollenspiel kann die Szene nachgespielt werden, vielleicht mit alternativen Enden.
  • Liste die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Figuren auf!
  • Welche Vor- und Nachteile hat die Mauer zwischen den beiden Figuren? Beurteile die Kriterien!
  • Ein Labyrinth bauen/besuchen/zeichnen.
  • Vergleich mit dem Lied „Herr deine Liebe“, besonders mit der 3. Strophe.
  • Wie könnte man die Mauer abbauen? Mache Vorschläge und bewerte, wie realistisch sie sind!
  • Welches Verhalten hilft, Mauern gar nicht erst hoch werden zu lassen?

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„Balance“: Das soziale Gleichgewicht
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Art: Animationsfilm, Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 8 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1989
  • Stichworte: Gemeinschaft, Zusammenarbeit, Egoismus, Besitz, Sinn des Lebens, Individualität
Auf einer quadratischen Plattform, im Nichts schwebend, stehen fünf Gestalten. Eine macht einen Schritt nach vorne, die anderen müssen dies ebenfalls tun, damit die Plattform wieder ins Gleichgewicht kommt. Die Balance ist wieder hergestellt. Sie werfen Angeln aus, einer angelt eine Truhe. Um an die Truhe heranzukommen, muß man von ihr wegtreten, um auf der dann schrägen Plattform die Truhe ins Rutschen zu sich hin zu bringen. So kann jeder einmal in die Truhe schauen: Aus ihr dringt Musik. Der Hörgenuß macht es schwer, die Truhe anderen zu überlassen. So kommt es zum Streit, in dem sich die Figuren gegenseitig ins Nichts schubsen. Am Ende ist einer übrig, der allerdings der Truhe gegenüber steht. Jeder Schritt von ihm würde ihn oder die Truhe ins Nichts fallen lassen.
  • Worin zeigt sich im Film, daß die Menschen aufeinander angewiesen sind?
  • Warum haben die Figuren Nummern auf ihren Mänteln?
  • Wofür könnte die Musik in der Truhe zeichenhaft stehen?
  • Beschreibe, wie aus der anfänglichen Kooperation Feindschaft wird und warum!

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„Selbstbedienung“: Die falschen Vorurteile
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Spielfilm, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 10 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1984
  • Stichworte: Vorurteile, Kommunikation
In einem Imbiß kauft eine alte Frau Erbsensuppe mit Würstchen, stellt diese auf einen Tisch und geht noch einmal weg, um Senf zu holen. Als sie zurückkehrt, sitzt ein Farbiger am Tisch und ißt ihre Suppe. Wortlos setzt sich die Frau dazu und ißt das Würstchen. Es entsteht ein zunehmend freundlicher Dialog, der Mann spendiert ein Bier. Als beide aufgegessen haben, geht die alte Frau zur Garderobe, um ihren Mantel zu holen, der Mann verläßt den Imbiß. Die Frau kommt an den Tisch zurück, um ihre Handtasche zu holen, doch die ist nicht da! Sie sucht entsetzt den Geschäftsführer und kommt dabei an einem anderen Tisch vorbei, auf dem einsam und inzwischen kalt geworden ein Teller Erbsensuppe mit Würstchen steht und ihre Handtasche. Es ist ihr Tisch!
  • Beschreibt die Meinung der Frau gegenüber dem Schwarzen, wie sie sich im Laufe des Films verändert!
  • Was könnte der Mann gedacht haben?
  • Film szenenweise ansehen, jeweils Vermutungen anstellen, wie es weitergeht.

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„Ernst und das Licht“: Die Wiederkunft Christi
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Art: Spielfilm, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 12 Minuten
  • Produktion: Dänemark 1995
  • Stichworte: Advent, Wiederkunft Christi, Wunder, Bibel, Leben, Glauben, Missionsauftrag, Gericht
Ernst, Vertreter für Reinigungsmittel, ist nach einer Geschäftreise auf der Heimfahrt und nimmt nachts einen Anhalter mit. Dieser behauptet, der Sohn Gottes zu sein. Nach und nach merkt Ernst, daß der mehr ist als ein weltfremder Spinner. Der Anhalter läßt den Moto von Ernsts Auto stoppen und wieder anspringen und das Radio berichtet von Lichterscheinungen. Der Anhalter versucht vergeblich, Ernst für Gottes Auftrag zu gewinnen, denn dazu sei er wieder auf die Erde gekommen. Da schildert Ernst dem Anhalter das wahre Leben auf Erden, er ist der Meinung, daß niemand mehr Gott braucht. Schließlich wirkt der Anhalter noch ein Wunder an Ernsts Handy und verschwindet wieder von der Erde. Ernst bleibt zurück. Er ruft seine Frau an und vermeldet: „Mein Handy ist geheilt!“
  • Beschreibe das zugrundeliegende Jesus-Bild! Entspricht es dem biblischen Bild? Meinem Jesus-Bild?
  • Welches Verständnis von Wundern zeigt der Film? Glaubst Du an Wunder? Inwiefern?
  • Ernst spricht davon, daß die Menschen nach 2000 Jahren ja wohl schon längst zur Konkurrenz gegangen seien. Die modernen Menschen denken nicht mehr an Gott, es gibt keine Christen mehr. Bist Du auch dieser Meinung?
  • Ernst sagt: Die Menschen denken nur noch an Gewalt, Sex und Geld – und an sich. Sie erwarten und wollen keine Wiederkunft, keine Rettung. Was denkst Du darüber?
  • Der Erlöser geht im Film wieder. Er spricht davon, daß er genau Ernst für seinen Auftrag braucht. Er kann seinen Auftrag nicht ohne die Menschen erfüllen, nicht ohne dich! Warum ist das so?
  • Wie müssen wir leben, wenn wir glauben, daß Advent nicht bloß warten auf Weihnachten/Menschwerden Gottes ist (das dann Ostern seinen Abschluß gefunden hat), sondern Warten auf das Ende, Warten auf das Kommen Gottes in Christus?
  • Einzelarbeit nach der Methode „Dein Name – ein Programm“. Jeder schreibt die Buchstaben seines Vornamens senkrecht auf ein vorbereitetes A6-Blatt. Jeder einzelne Buchstabe soll der Anfangsbuchstabe eines Wortes, Gedankens oder Satzes zur Frage 4 sein.

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„Herr im Haus“: Das Bild eines Pfarrers
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Spielfilm, schwarz-weiß
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 6 Minuten
  • Produktion: Deutschland 2000
  • Stichworte: Kirche, Kirchenbild, Priesterbild, Gottesbild, Seelsorge, Mitmenschlichkeit
Eine kleine Kirche, darin wirkt ein reinlicher Pfarrer, der sein Haus gern sauber hält. Er ist mit Putzen, Ordnen und Sortieren befaßt. Ein Unwetter kommt auf. Die Sauberkeit in der Kirche wird von jedem, der hineinkommt, beschmutzt: Eine junge Frau mit Eheproblemen weint still, ohne von ihm angesprochen zu werden, weil dem Pfarrer ein Insekt am Kreuz wichtiger ist. Eine alte Frau, die eine Kerze anzünden will, wird nach hinten gedrängt, weil die Schmutz macht. Ein Landstreicher, der bei Regen Unterschlupf sucht, wird schon an der Tür abgewiesen. Als der Pfarrer schließlich an der Orgel sitzt und den Choral „Näher mein Gott zu dir“ intoniert, schlägt die Kirchent ür zu. Niemand ist in der Kirche. Der Pfarrer schließt die Tür ab. Als er sich umdreht, sieht er, daß Jesus seinen Ort am Kreuz über dem Altar verlassen hat. Schwarze Fußspuren führen von dort durch die Tür nach draußen. Das Kreuz ist leer. Der Pfarrer kniet nieder und faltet die Hände.
  • Was suchen die Menschen in der Kirche?
  • Was ist dem Pfarrer wichtig?
  • Welche Rolle spielt das Wetter im Film?
  • Wer ist der Herr im Haus?
  • Zu wem betet der Pfarrer am Ende?

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„Leben in einer Schachtel“: Der immer gleiche Trott
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 7 Minuten
  • Produktion: Italien 1967
  • Stichworte: Sinn des Lebens, Lebenslauf, Identität, Anpassung, Träume, Sehnsucht, Freiheit, Glück, Utopie, Paradies
In Zeitrafferform stellt der Film die Lebensgeschichte eines Menschen von der Geburt bis zum Tod dar. Immer spielen graue, schachtelförmige Häusern eine Rolle darin. Geburt, Taufe, Schule, Studium, Liebe, Heirat, Arbeit, Kind, wieder Arbeit, Tod, Beerdigung: Alles ist grau, eintönig, künstlich, standardisiert. Nur zwischendurch tauchen kurze, bunte Momente des Glücks in traumartigen Szenen auf. Erst am Schluß, nachdem der Mensch begraben ist, wird die Welt endgültig bunt und schön.
  • Wo und wann spielen Geräusche eine Rolle?
  • Wie verhalten sich die verschiedenen Schachteln zueinander?
  • Welche Szenen des Filmes sind bunt gestaltet?
  • Wodurch werden die Traumszenen ausgelöst?
  • Wie stellst Du Dir Dein Leben vor?

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„In and Out“: Das rasende Leben
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache:
  • Länge: 9 Minuten
  • Produktion: Kanada 1989
  • Stichworte: Sinn des Lebens, Lebenslauf, Menschenbild, Passivität
In Zeitrafferform stellt der Film die Lebensgeschichte eines Menschen als rasante Zugfahrt dar. Die Stationen ähneln sich: Geburt durch Auf-die-Welt-Holen, Kleinkind vor dem Fernseher, Schule mit Frontalunterricht, Ehe ohne Kommunikation, Arbeit, Tod der Frau, Karneval mit vergeblicher Kontaktaufnahme, Herzinfarkt, Altenheim. Der Mensch bleibt bei allem passiv und wird vom Leben mitgerissen.
  • Welche Szenen aus dem Leben hast Du gesehen? Welche Themen spricht der Film an?
  • Welche Bedeutung haben Symbole und Gegenstände (Zug, Wüste, Labyrinth, Sicherheitsnadel, Apfelbaum...)
  • Wie deutest Du den Film-Titel? Welche Rolle spielt dabei der Vorspann?
  • Wie geht der Mensch mit seinem Leben um?
  • Wo versucht der Mensch, aus der Passivität des Lebens auszubrechen? Warum mißlingt dies immer wieder?
  • Wie stelle ich mir mein Leben vor?
  • Was kann passieren, damit mein Leben nicht so wird wie im Film?
  • Wäre der Film anders geworden, wenn die Hauptfigur eine Frau gewesen wäre?

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„Das Ereignis“: Die gaffende Masse
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Art: Spielfilm, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 8 Minuten
  • Produktion: Polen 1971
  • Stichworte: Gewalt, Leben, Medien

Auf einem Dach eines Hauses steht ein möglicher Selbstmörder, der hinunterspingen möchte. Unten versammelt sich eine Zuschauermenge, Geschäftemacher kommen, es entsteht Volksfestatmosphäre. Der Mann spingt dann doch nicht. Die Menge ist enttäuscht vom Ausfall der Sensation, treibt den Mann zurück aufs Dach und bringt ihn so doch noch zum Spung.

  • Was treibt den Menschen auf das Dach? Stellt Vermutungen an!
  • Was erwartet die Masse? Wodurch ist ihr Wunsch geprägt?

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„Quest“: Die Suche nach dem Urspung
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Animationsfilm, Farbe
  • Sprache: nur Geräusche
  • Länge: 11 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1996
  • Stichworte: Sinn des Lebens, Menschenbild, Dasein, Sehnsucht, Reinkarnation

Ein aus Sand geformter Mensch findet sich in einer Wüste vor. Er hört Wasser tropfen und macht sich auf die Suche. Dabei durchschreitet er verschiedene Welten: Eine Papierwelt, eine Steinwelt und eine Maschinenwelt. In jeder Welt sind Spuren von Wasser zu finden, aber Quelle und Ziel des Wassers sind nicht zu finden. Die Welten werde von mal zu mal gefährlicher für den Menschen. Als der Mensch unter der Maschinenwelt einen See entdeckt, wird er von einer Presse erfaßt und rieselt als Sand in den See. Aus diesem Sand ensteht eine neue Gestalt, die wieder in der Wüste erwacht.

  • Welche Rolle spielt das Wasser im Film? Für den Menschen, und auch für die drei Welten? Wofür steht es?
  • Der Titel des Films bedeutet „Suche“. Wonach sucht die Figur im Film? Wofür könnte dies symbolisch stehen?
  • Findet sich der Mensch am Anfang und Ende in einer Wüste wieder oder auf dem Grund eines Ozeans? Begründe Deine Antwort!
  • Wessen Geschöpf ist der Mensch im Film?
  • „Werden und Vergehen“ – Wo findest Du Spuren davon im Film?
  • Vergleiche den Film mit den Film Leben in einer Schachtel.

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„Drop“: Der tropfende Wasserhahn
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache: nur Ton
  • Länge: 3 Minuten
  • Produktion: Italien 1993
  • Stichworte: Verantwortung, Schöpfung, Krise, Gottesbild

Ein Mann sitzt in seinem Sessel und will Zeitung lesen. Immer kommt etwas dazwischen, was er reparieren muß: Ein tropfender Wasserhahn, ein Fleck an der Wand, ein Bild, ein Stuhl, ein Fenster. Alles schreit nach einem sofortigen Eingreifen. Irgendwann beschließt der Mann genervt, nichts mehr zu tun, da bricht seine Welt zusammen. Als er erschreckt wieder eingreift, kommt alles wieder ins Lot. Am Ende des Filmes tropft der Mond, und der Mann wirft Gott eine Rohrzange zu.

  • Film stoppen, nachdem die Welt zerbröselt, nach möglichen Lösungen suchen

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„Silent love“: Die Liebe, die alles gibt
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Art: Spielfilm, Farbe
  • Sprache: nur Musik
  • Länge: 18 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1994
  • Stichworte: Liebe, Weihnachten

Ein armes junges Paar um 1900. Das kostbarste, was der Mann besitzt, ist eine Geige, allerdings ohne Bogen. Ihr einziger Reichtum sind ihre langen Haare. An Weihnachten trennt sich jeder der beiden von seinem Besitz, um dem anderen eine Freude zu machen: Er verkauft seine Geige und kauft ihr eine Haarspange, sie verkauft ihr Haar und kauft einen Geigenbogen. Nach anfänglicher Enttäuschung über ihre Fehlinvestitionen gewinnt die gegenseitige Dankbarkeit und Liebe zueinander wieder Raum.

  • Was steht im Vordergrund im Leben des Paares?

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„Bitte nicht füttern“: Die Frage nach der Freiheit
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Art: Animationsfilm, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 5 Minuten
  • Produktion: Großbritannien 1989
  • Stichworte: Freiheit, Anpassung, Umwelt, Sinn des Lebens

Ein Quasi-Dokumentarfilm: Tiere aus einem Zoo erzählen in Interviews, wie es ihnen im Zoo gefällt. Zunächst ist vieles beschönigend, dann zunehmend kritischer. Manche der menschenähnlich agierenden Tiere finden gut, daß man gut für sie sorgt. Anderen fehlt die Freiheit oder die Weite der natürlichen Umgebung. Der Film endet offen und läßt viele Fragen im Raum stehen.

  • Der Film eignet sich besonders, um ihn „einfach so“, aus Spaß an der Freude, anzuschauen.

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„Bob's Birthday“: Der Rückblick beim Älterwerden
  • Alter: ab 16 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 11 Minuten
  • Produktion: Kanada 1993
  • Stichworte: Ehe, Sinn des Lebens, Midlife-Crisis, Männer

Der Zahnarzt Bob wird 40. Es ist ein deprimierender Tag, der ihm über die verpaßten Chancen seines Lebens nachdenken läßt: Er schaut der Sprechstundenhilfe nach, im Radio läuft eine Sendung über die Midlife-Crisis, seine Patienten machen Bemerkungen. Auch die Überraschungsparty, die seine Frau ausrichtet, wird eine peinliche Sache: Bob steht halbnackt im Wohnzimmer und zieht über die Freunde her, die sich dort versteckt haben. Er wünscht sich Kinder. Schließlich geht er zum Auto, um zum Essen zu fahren und wartet auf seine Frau. Sie kommt nach, nachdem sie das Licht im Wohnzimmer gelöscht hat, wo die Freunde noch immer versteckt sind.

  • Was ist Bob im Leben wichtig? Was fehlt ihm?
  • Was empfindet er für seine Frau? Was empfindet sie für ihn?
  • Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor?
  • Was möchtest Du erreicht haben, wenn Du in Bob's Alter bist?
  • Worauf kommt es für Dich im Leben an?

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„Die Kiste“: Das phantasievolle Erzählen
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Art: Zeichentrick, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 30 Minuten
  • Produktion: Deutschland 1990
  • Stichworte: Märchen

Drei Männer, die an einem Ufer sitzen, sehen eine Kiste antreiben. Neugierig schauen sie hinein. Sie finden einen Handschuh mit einem Lochr, eine Eierschale und ein Schlüssel. Jeder erzählt nun eine Geschichte, wie die Dinge hinein gekommen sein könnten. Der Erste erzählt von einem Land, in dem alles in Kisten geordnet ist. Alle Hasen getrennt von den Möhren, alle Hühner getrennt von den Eiern. Der zweite erzählt von einem Streit zwischen einem Rätselrater, der sich von einem Märchenerzähler gestört sah. Der dritte erzählt noch eine ganz andere Geschichte. Am Ende legen die drei neue Gegenstände in die Kiste und schicken sie wieder auf die Reise.

  • Erzähle Deine eigene Geschichte zum Inhalt der Kiste!

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„Martin, der Schuster“: Das helfende Herz
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Art: Animationsfilm, Farbe
  • Sprache: Deutsch
  • Länge: 27 Minuten
  • Produktion: USA 1977
  • Stichworte: Nächstenliebe, Gottesbild, Sinn des Lebens, Alter

Martin ist ein armer Schuster, der ohne Hoffnung am Leben verzweifelt und sterben will. Durch die Stimme Gottes im Traum faßt er neuen Lebensmut. Er erwartet Gottes Besuch, den dieser angekündigt hat. Es kommen viele Besucher, denen Martin durch Nahrung, Kleidung und Wärme hilft. Durch diese Taten gewinnt er neuen Lebensmut.

  • Vergleiche den Film mit der gleichnamigen Legende von Leo Tolstoi!
  • Nehme Stellung zu der These: „Gott ist nicht mehr zu Martin gekommen“!

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„Dance Lexie Dance“: Der tanzende Neubeginn
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Art: Spielfilm, Farbe
  • Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln, es wird nicht viel gesprochen
  • Länge: 14 Minuten
  • Produktion: Irland 1997
  • Stichworte: Tod, Trauer, Hoffnung, Lebensfreude, Beziehung, Vaterrolle, Zueinanderfinden

Laura lebt mit ihrem Vater Lexie in Irland. Die Mutter ist vor kurzem gestorben. Beide leiden darunter sehr, doch schließlich kehrt Lauras Lebensfreude zurück. Sie hat den Wunsch, Riverdance tanzen zu lernen. Der Vater zögert, doch schenkt ihr dann ein Kleid und ermöglicht seiner Tochter die Teilnahme an Kurs und Wettbewerb. Dadurch finden die beiden einen Weg, die Trauer gemeinsam zu bewältigen.

  • Warum heißt der Film wohl „Dance Lexie Dance“ und nicht „Dance Laura Dance“?
  • Versuche zu beschreiben, wofür der Fluß im Film symbolisch stehen kann.

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„Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat.“
Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799)
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Zähler © Sebastian Fiebig 2002-2016     www.elefantastisch.de    Alle Rechte vorbehalten Stand: 17.01.2017