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Die Geschichte hinter der Geschichte
„Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers
„Deine Spur im Sand“ von Gregor Linßen

Die Geschichte hinter der Geschichte

Es begann 1964. Nach einer Lebenskrise verfaßte die Deutsch-Kanadierin Margaret Fishback Powers einen poetischen Text, der unter der Überschrift „Spuren im Sand“ ein Gespräch am Strand mit Gott nachzeichnet. Die Autorin gab ein paar Kopien an Bekannte weiter. Zwei Jahrzehnte später entdeckte sie in einer Buchhandlung in Washington ihren Text leicht verändert wieder. Jemand anderes war als Autor genannt. Sie versuchte sich mit dem Verlag zu einigen, was mißlang. Wie sollte sie beweisen, daß sie den Text vor langem selbst verfaßt hatte? Da tauchte ihre alte Hochzeitszeitung wieder auf, in der das Gedicht abgedruckt war. Nun wurde rechtsgültig festgestellt, daß Margaret Fishback Powers die wahre Autorin ist.

Doch das stand nur auf dem Papier. Zahlreiche Verlage und Autoren hatten verschiedenste Fassungen des Textes veröffentlicht. Als angebliche Autoren wurden Drafi Deutscher ebenso angeführt wie die Gemeinschaft von Taizé. Poster, Kerzen, Radiergummis und Briefpapier wurden mit der Poesie bedruckt und mit einem sandigen Fußabdruck verziert. Der amerikanische Verlag, Inhaber der englischen Rechte, versucht juristisch dagegen vorzugehen. Inhaber der Rechte an der deutschen Übersetzung ist der Brunnen-Verlag in Gießen, in dem Margaret Fishback Powers auch ihre Autobiographie veröffentlicht hat. Darin berichtet sie auch von den unschönen Auseinandersetzungen um die Rechte an diesem schönen Text. Vor allem geht es der Autorin darum, als solche genannt zu werden und die authentische Fassung des Gedichtes zu erhalten. Hier ist sie, mit freundlicher Genehmigung des Brunnen-Verlages.

Inzwischen hat die Geschichte weitere Kreise gezogen. Auch literarisch wird der Traum am Meer inzwischen aufgenommen und als Thema zitiert. Der Musiker und Komponist Gregor Linßen schrieb 1994 – inspiriert von der Geschichte und im Bewußtsein des Glaubens an die Auferstehung – ein Lied mit dem Titel „Deine Spur im Sand“. Er möchte mit seinen geistlichen Liedern die „Frohe Botschaft, und somit auch die Bibel zu Gehör zu bringen, und zwar mit den Mitteln der Musik“. Hier der Liedtext, mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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„Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war,
blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich
und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Text: Margaret Fishback Powers
© Copyright Margaret Fishback Powers 1964
© Copyright der deutschen Übersetzung Brunnen-Verlag Gießen 1996

www.brunnen-verlag.de 

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„Deine Spur im Sand“ von Gregor Linßen

Tag für Tag wolltest du bei mir sein,
Ich glaubte mich in deiner Hand.
Dann holten mich meine Zweifel ein,
Ich bin den Weg zurückgerannt.
Ich erinnerte mich an das Meer,
Ich war gefallen dort am Strand.
Dort fand ich unsre Spur und folgte ihr,
Bis ich an jener Stelle stand.

Wo bist du, Herr, wenn die Nacht sich senkt?
Gib mir doch deine Hand.
Wo bist du, Herr, wenn meine Angst mich lähmt?
Ich seh nur eine Spur im Sand.

Scheinbar gehst du nicht mehr neben mir,
Wenn der Weg ins Dunkel führt.
Du bist da, so dachte ich von dir,
Doch wann hab ich dich je gespürt?
Ich weiß so wenig von der Zeit
Als ich erschöpft am Boden lag.
Doch warum fühl ich keine Müdigkeit,
trotz all der Lasten, die ich trag?

Wo bist du, Herr, wenn die Nacht sich senkt?
Gib mir doch deine Hand.
Wo bist du, Herr, wenn meine Angst mich lähmt?
Ich seh nur eine Spur im Sand.

Damals muß ich eingeschlafen sein,
Ich weiß nicht, ob ich noch Kraft besaß.
Als ich erwachte war ich ganz allein,
Doch lag ich weit vom Meer im Gras.
Wenn ich daran denke frag ich mich,
Wie ich dorthin gekommen bin.
Meine Gedanken streifen dich,
Und Freude füllt meinen Sinn.

Du bist bei mir, wenn die Nacht einbricht,
Ich ruhe in deiner Hand.
In deinen Armen schlafend trägst du mich.
Ich sehe deine Spur im Sand.

Du bist bei mir wenn die Nacht einbricht,
Ich ruhe in deiner Hand.
In deinen Armen schlafend trägst du mich.
Ich sehe deine Spur im Sand.

Text und Musik: Gregor Linßen
Inspiriert von der Geschichte „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers
Aus: Vermächtnis eines Freundes
© Copyright Edition GL Neuss 1994

www.edition-gl.de 

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„Mein Fuß hielt fest an seiner Spur, seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab.“
Ijob 23,11
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