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Überblick über diese Seite

Seerosenmeditation am Morgen
Weihrauchmeditation
Frühlingstraumreise
Verkehrszeichenmeditation
Acht Regeln für ein Telefongespräch mit Gott

Seerosenmeditation am Morgen

Für ein meditatives Morgengebet eignet sich eine Seerose als Symbol. Morgens öffnet sie ihre Blütenblätter. Während der Text gesprochen wird, kann eine Seerose genau das tun. Wie das geht? Ganz einfach: Aus weißem oder buntem Tonpapier wird eine Seerosenform ausgeschnitten. Dazu erst einen Kreis von etwa 15 cm Durchmesser schneiden, dann rundum kleine Winkel wegschneiden, sodaß eine Blütenform entsteht. Die „Blütenblätter“ werden nach innen gefaltet, sodaß ein Vieleck entsteht. Wenn man diese Blume auf die Wasseroberfläche einer mit Wasser gefüllten Schüssel legt, faltet sie sich langsam auf. Normales Kopierpapier geht zu schnell, Tonkarton braucht zu lange. Tonpapier hat genau die richtige Dicke und Saugfähigkeit, damit am Ende des Textes auch die Blume voll entfaltet ist. Mit einigem Staunen der Zuhörer ist zu rechnen ;)

Ein neuer Tag liegt vor uns.
Wir wissen nicht, was er uns bringt.
Vielleicht kann uns das Bild einer Seerose weiterhelfen.
Morgens, wenn die Sonne ihre ersten Strahlen auf den Teich schickt,
breitet sie langsam, ganz langsam, ihre Blütenblätter aus
und streckt sich dem Licht entgegen.
Sie öffnet sich für den Tag.

Herr, auch für uns beginnt ein neuer Tag.
Laß auch uns heute offen sein für das,
was auf uns zukommt.
Offen sein, das kann heißen:
Ohne Vorurteile anfangen, neugierig sein, interessiert, unvoreingenommen.
Wachsam durch den Tag gehen, verletzbar bleiben, frei sein.
Herr, laß uns offen sein für die Überraschungen, die der Tag vielleicht bringt,
auch wenn sie uns nicht passen.
Offen für alle Menschen,
denen wir heute zum ersten Mal begegnen,
auch wenn sie uns unsympatisch sind
oder auf den Wecker gehen.
Offen auch für alle Menschen, die wir schon lange kennen
und von denen wir vielleicht nur sehr wenig wissen.
Offen für dich, Herr, und für das,
was wir heute von dir erfahren.

© Sebastian Fiebig

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Weihrauchmeditation

Wenn ein Baum an der Rinde verletzt wird,
tritt Harz aus seinem Inneren.
Es fließt und verschließt die Wunde.
Kommt es an die Luft, erstarrt es zu harten Tropfen.
Die Bäume der Gattung Boswellia wachsen
in den Trockengebieten von Afrika und Arabien.
Sie werden bis zu acht Meter hoch.
Ihr Harz hat eine besondere Eigenschaft:
Wenn es verbrannt wird, duftet es.
Weihrauch!
Daher haben die Menschen schon vor langer Zeit
die Rinde dieser Bäume angeritzt, um Weihrauch zu gewinnen.
Die Weihrauchkörner, die dabei entstehen,
sind die Folge einer Verletzung.
Sie decken Wunden ab.
Sie werden hart.
Sie sind ein Schutzpanzer für die Bäume.
Und dieser Weihrauch wird geerntet.
Er wird auf glühende Kohlen gelegt.
Dabei wandelt er sich:
Er wird weich und schmilzt.
Und er duftet.
Aus der Verletzung eines Baumes
entsteht so letztlich etwas Besonderes, etwas Wertvolles.

Weihrauch kann ein Symbol für uns sein,
ein Zeichen dafür, wie wir mit Verletzungen und Wunden umgehen können.
Auch wir werden verletzt und verletzen andere.
Wir mögen uns nicht gerne mit solchen Verletzungen befassen,
wir verschließen sie, so gut es geht.
Verletzungen und Wunden
können uns hart machen.
Wir schützen uns mit Härte.
Das kann auch bei anderen wieder Wunden reißen.
Wir versuchen, uns zu ändern.
Wir versuchen, unsere Wundversorgung alleine zu schaffen.
Oft gelingt es uns nicht richtig.
Und die Narben davon bleiben und tun weiter weh:
Wut und Angst, Enttäuschung und Trauer.
Wir merken, daß wir Hilfe brauchen.

Was können wir tun?
Wir können Gott Raum geben.
Wir sind nicht alleine.
Wir können vertrauen auf Gottes Verheißung.
Sie erfüllt sich dort, wo wir seinen Geist wirken lassen.
Beim Entzünden des Weihrauchs hat der Priester früher gebetet:
„Der Herr entzünde in uns die Glut seiner Liebe.“
Er schafft es, das Harte in uns zu verwandeln.
Es wieder weich zu machen.
Wir können ihn bitten,
in uns ein Feuer zu entzünden.
Die wärmende Glut macht Hartes weich.
Sie verwandelt Erstarrtes in Duft.
Das, was vorher versteinert war,
löst sich auf und steigt als Rauch empor.
Augustinus hat gebetet:
„O Feuer, das immer loht und nie erlischt;
o immer brennende Glut, die nie erkaltet:
entzünde auch mich, damit ich in deiner Liebe nur dich allein liebe.“

© Sebastian Fiebig

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Frühlingstraumreise

Es ist ein sonniger Tag im März.
Du gehst hinaus in den Garten.
Dein Blick schweift über den See.
Der Eispanzer darauf ist längst getaut.
Leise plätschern die Wellen ans Ufer.
Am See steht ein alter, kahler Baum.
Manchem Sturm haben die knorrigen Zweige getrotzt,
doch im ersten warmen Wind wiegen sie sich leise schwankend.
Der Saft steigt auf im alten Baumstamm.
Es riecht nach Wärme und frischer Erde.
Dein Blick richtet sich nach oben.
Dein Auge verliert sich im weiten, blauen Himmel
und voll Freude spürst du Sonne und Licht.

Du gehst über die nackte Erde unter dem Baum.
Dort schaut ein winziger grüner Trieb aus dem Boden.
Die Triebspitze aus einer Blumenzwiebel.
Dem Auge verborgen,
wartete in der Erde ein Wunder auf seinen ersten Tag.
Verdeckt und geschützt von Schnee und Eis
hat die Zwiebel den Winter überstanden.
Jetzt treibt die zarte Knolle Wurzeln.
Was klein und unscheinbar scheint,
hat die Kraft zu wachsen in sich.
Von der Sonne beschienen und vom Regen begossen,
wird der Trieb groß und größer werden.
Er treibt Knospen.
bildet Stengel, Blätter und Blüten –
zart, und doch gegen die Kälte gewappnet.
Kalte Schauer und eisige Nächte können die Gewissheit nicht aufschieben:
Das Leben beginnt wieder.

Am Haus steht eine kleine Birke.
Wie frisch ist das helle Grün der Birke,
wie leuchtet ihr weiß gesprenkelter Stamm.
Leise rascheln die kleinen, jungen Blätter in der Krone,
wenn der Wind hineinfährt.

Du beobachtest den ganzen Garten.
Überall regt sich jetzt das Leben wieder.
Die Tage werden spürbar länger und heller.
Die Sonne wärmt schon die Haut.
Du setzt dich auf eine Bank.
Daneben siehst du Krokusse in bunten Farben.
Über Nacht sind Blüten aufgegangen.
Bienen summen um die Pracht.
Die Vögel stimmen ihre Gesänge wieder an.

Im Frühling ist noch alles möglich.
Der nasse und kalte Winter liegt hinter dir.
Die wärmere Zeit fängt an.
Das Jahr der Natur hat gerade erst begonnen.
Alles keimt, treibt aus, wächst, grünt, blüht.
Alles fängt neu an. — Alles fängt neu an.
Grenzenlose Wunder.
Grenzenlose Chancen.

© Sebastian Fiebig für die DoGru in Mözen

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Verkehrszeichenmeditation

Achtung, Vorrang!

Was hat in meinem Leben Vorrang? Ich selber mit meinen Wünschen und Problemchen, mit Geld, Mode und dem guten Ruf, oder meine Mitmenschen? Herr, gib uns die nötige Aufmerksamkeit, die Prioritäten im Leben richtig zu verteilen.

Einbahnstraße!

Jedes Tun und Lassen gibt unserem Leben eine bestimmte Richtung. Wie oft wären wir froh, wenn wir einen Fehler rückgängig machen könnten. Herr, wir könnten die Möglichkeit öfter nutzen, Fehler auszubessern und den Kurs zu korrigieren.

Stopp!

Es gibt Situationen, da werden wir gestoppt. Durch Regeln, Gesetze, Gebote. Im ersten Moment stört das. Vielleicht ist es aber doch besser, als in den fließenden Verkehr hineinzubrettern. Herr, gib uns die Einsicht, vor manchen Dingen Halt zu machen, ohne daß ein Schild uns dazu auffordert.

Geschwindigkeitsbegrenzung!

Manchmal sind wir etwas zu schnell mit unseren Urteilen über andere. Die Schublade ist rasch zugemacht. Herr, laß uns verstehen, daß es gut ist, wenn wir uns manchmal selber ausbremsen.

Sackgasse!

Es kommt vor, daß wir in eine Sackgasse geraten. Eine falsche Entscheidung, und schon geht es nicht mehr weiter. Ein böses Wort, und die Situation ist verfahren. Herr, gib uns Kraft zum Wenden, auch wenn wir dabei etwas anecken.

Baustelle!

Oh nein, schon wieder eine Baustelle! Staub, Lärm, Umleitungen. Das nervt. Oder? Vielleicht ist es ganz gut so, daß in unserer Welt Baustellen sind, es Veränderungen gibt und wir, wenn die Baustelle wieder weg ist, Neues sehen können. Herr, gib uns die Bereitschaft, uns auf Neues, vorher Unbekanntes, nie Dagewesenes einzulassen.

Parkplatz!

Ruhe, Pause, Auszeit. Das tut gut. Ab und zu brauchen wir Pausen, um Zeit für uns zu haben. Herr, schenke uns im richtigen Moment solche Pausen.

Bushaltestelle!

Viele Strecken unseres Lebens sind wir nicht allein unterwegs. Wir leben gemeinsam mit anderen Menschen, wie in einem großen Bus. Da kommt es mitunter zu Reibereien, aber alles in allem ist das gemeinsame Unterwegssein schön. Herr, laß uns immer eine solche Bus-Gemeinschaft finden, wenn wir eine brauchen.

Flughafen!

Manchmal könnten wir abheben vor Freude. Wir möchten die ganze Welt umarmen und es allen sagen, wie wir uns fühlen. Herr, laß viele Menschen teilhaben an unserer Freude.

Verbot für Fahrzeuge aller Art, Anlieger frei!

Nur bestimmte, erlauchte Personen dürfen hier lang. Alle anderen sind ausgeschlossen. So ist es auch in der Welt. Wenige leben im Reichtum. Viele Menschen dieser Erde werden von Hunger und Furcht gequält und von Kriegen gepeinigt. Zum Reichtum der wenigen haben sie keinen Zugang. Herr, laß uns Wege finden, diese Spaltung zu überwinden.

Vorfahrtstraße!

Die Strecke, wo wir loslegen können. Keiner kommt uns in die Quere, wir können Gas geben und uns ausleben, ohne daß wir dauernd anhalten müssen. Aber manchmal, da dürfen wir auch auf der Vorfahrtstraße nicht auf unser Recht pochen. Einem Krankenwagen müssen wir die Vorfahrt gewähren, auch wenn er aus einer Nebenstraße kommt. Herr, laß uns Rücksicht nehmen auf Menschen, die in Not sind.

Spielstraße!

Wie schön ist es, Kindern beim Spielen zuzusehen. Sorgenlos und fröhlich gestalten sie ihren Alltag. Herr, lasse und unbeschwerte Stunden erleben, wenn wir vor Arbeit nicht weiterkönnen.

Überholverbot!

Oft geht es im Leben um Leistung, Konkurrenz und darum, besser zu sein als andere. Herr, laß uns erkennen, daß wir uns bei dir nicht ständig übertrumpfen müssen.

Fußgängerweg!

Zu Fuß unterwegs. Auf den eigenen Füßen stehen. Aber auch noch bei Mutti an der Hand. So sehen wir das Kind auf dem Verkehrszeichen. Auch wir brauchen manchmal eine Hand, die uns hält, obwohl wir längst erwachsen sind. Herr, sende uns Menschen, die uns eine Stütze sind.

Fahrverbot bei Smog!

Alle Räder stehen still. Erst jetzt merken wir, daß Auto fahren nicht ohne Folgen ist. Deine Schöpfung ist bedroht durch uns Menschen. Herr, laß uns wachsam mit der Natur umgehen.

Vorsicht Steinschlag!

Was schleppen wir alles an Steinen mit uns herum: Kränkungen aus längst vergangenen Tagen, Worte, die wir leider nie gesagt haben, alte Feindschaften. All dies macht unser Leben schwer. Herr, sorge dafür, daß diese Steine uns vom Herzen fallen.

Schlechte Wegstrecke!

Es gibt Wege, die sind einfach holprig und voller Löcher. Das sind die Phasen des Lebens, die mit Problemen aufwarten. Wir können nicht jedes Schlagloch umfahren. Manchmal ruckt es gewaltig. Herr, verleihe uns Weitsicht, solche Hindernisse frühzeitig zu erkennen, damit wir uns auf den Ruck einstellen können.

Ortseingang!

Wir sind wieder zu Hause, in der Heimat. Hier kennen wir uns aus. Die Umgebung wirkt vertraut. Hier sind unsere Freunde. Den Wert der Heimat sehen wir deutlicher, nachdem wir lange von zu Hause weg waren. Herr, laß immer jemanden sein, der zu Hause auf uns wartet.

© Sebastian Fiebig für die DoGru in Schwerin

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Acht Regeln für ein Telefongespräch mit Gott

1. Achte auf die richtige Vorwahl. Wähle nicht gedankenlos und telefoniere einfach drauflos.
2. Laß dich vom Besetztzeichen nicht irritieren. Versuch es ein zweites Mal. Bist du sicher, daß du die richtige Nummer gewählt hast?
3. Ein Telefongespräch mit Gott ist kein Monolog. Rede nicht dauernd, sondern höre hin, was auf der anderen Seite gesagt wird.
4. Prüfe bei Unterbrechungen, ob du nicht selbst in Gedanken den Kontakt gestört hast.
5. Gewöhn dir nicht an, Gott nur über den Notruf anzurufen.
6. Gott hat ein Handy. Er ist immer zu erreichen, wenn du ihn sprechen willst.
7. Telefoniere mit Gott nicht nur zum Billigtarif, also am Wochenende. Auch werktags müßte regelmäßig ein kurzer Anruf möglich sein.
8. Mach dir keine Gedanken, ob dein Telefonapparat modern genug ist. Gott freut sich immer über deinen Anruf.

© dieser Textfassung Sebastian Fiebig

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„Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er.“
Mahatma Gandhi (1869–1948)
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